(Deutsch-Argentinische Handelskammer)Av. Corrientes 327, piso 23, C1043AAD AR-Buenos AiresTel: (011) 52 19 40 00. Fax: (011) 52 19 40 01.E-Mail: Internet: c/o Zürcher Kantonalbank, IB/International Banking Talstrasse 11, CH-8001 ZürichTel: (044) 272 08 52. Fax: (044) 219 79 15. E-Mail: Internet: (Argentinische Handelskammer) Avenida Leandro N. Alem 36, C1003AAN AR-Buenos AiresTel: (011) 53 00 90 00. Fax: (011) 53 00 90 58. E-Mail: Internet: |
Termine und Visitenkarten sind üblich. Argentinische Geschäftsleute geben Verhandlungen mit einem gleichrangigen Gesprächspartner den Vorzug, von ausländischen Besuchern wird Pünktlichkeit erwartet. Alle Broschüren sind in Spanisch, einige Geschäftsleute sprechen aber auch Englisch oder Italienisch. Mo-Fr 09.00-19.00 Uhr. |
Argentinien verfügt über umfangreiche Bodenschätze und einen produktiven landwirtschaftlichen Sektor. Das Land ist einer der größten Weizenexporteure der Welt. Mais, Ölpflanzen, Sonnenblumenkerne, Sojabohnen und Zucker sind ebenfalls wichtige Exportgüter. 2003 profitierte das Land von deutlich gestiegenen Preisen einiger Güter wie Soja, das sich um 20% verteuerte. Soja allein stellt ein Viertel der Gesamtexporte. Rindfleisch hat als Exportgut in den letzten Jahren an Bedeutung verloren. Daneben werden Textilien, Metalle und Chemikalien ausgeführt. Industriegüter machen rund 30% der Gesamtexporte aus (Stand: 2005). Der Fremdenverkehr ist ausbaufähig und konzentriert sich bislang vor allem auf die Hauptstadt und die Badeorte an der Atlantikküste. Die Wachstumsraten im Tourismusbereich wachsen jedoch jährlich. 2005 haben die Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft um 11,7% gegenüber dem Vorjahr zugelegt, trotzdem lag der Anteil des Fremdenverkehrs am Bruttoinlandsprodukt nur bei 1,9% (Stand: 2005).2004 betrug der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) rund 10%, des Dienstleistungssektors ca. 54% und der verarbeitenden Industrie rund 36%.Argentiniens Außenhandel erlebt seit 2003 ein starkes Wachstum. Die Exporte werden mittlerweile auch durch eine starke Erholung der Importe ergänzt. Zu dem Erfolg des Exports hat wesentlich die Landwirtschaft beigetragen. Externe Faktoren, wie z. B. die Wirtschaftskrise in Asien und fallende Weltmarktpreise von Rohstoffen und Bedarfsgütern sowie der Rückgang argentinischer Exporte nach Brasilien infolge von Währungsschwankungen führten 1999 zu einer Rezession. Bis 2002 steckte Argentinien in der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte ("Argentinien-Krise"). Ende 2002 zog das Wirtschaftswachstum wieder an. Das starke Weltwirtschaftswachstum bei niedrigem Zinsniveau und die hohen Rohstoffpreise ließen das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf 9,2% ansteigen (Stand: 2005). Größte Defizite verzeichnet die Wirtschaft nach wie vor im Sozialbereich. Die offizielle Arbeitslosenrate beläuft sich auf 11,1% (Stand: 2005). Mehr als 38% der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze (Stand: 2005).Aufgrund des hohen Wachstums stieg die Inflationsrate trotz Preisabsprachen und eingefrorenen Tarifen auf 12,3% (Stand: 2005). Um die zukünftige Wirtschaftsentwicklung auf einem hohen Niveau zu stabilisieren ist die Regierung um eine positive Inflationsbekämpfung, u.a. durch Zoll- und Ausfuhrbeschränkungen, bemüht. Zugleich sollen neue Investoren gewonnen werden, die die vorhandenen Kapazitäten weiter ausschöpfen. Die Staatsverschuldung wurde mit gestiegenen Einnahmen aus erhöhtem Steueraufkommen ausgeglichen. Durch die vorzeitige Rückzahlung der Schulden an den IWF im Januar 2006 sind die Währungsreserven aufgebraucht. Die Zentralbank investiert daher in hohem Umfang in die Devisenmärkte. Argentinien ist Mitglied der WTO, des IWF, der Weltbank, des MERCOSUR und der Asociación Latinoamericana de Integración (ALADI). Wichtigster Handelspartner in Südamerika ist Brasilien sowie weitere MERCOSUR-Länder. Die USA liefern einen Großteil der Fertigwaren. Das Handelsvolumen mit den EU-Ländern (u. a. Deutschland und die Niederlande) nimmt ständig zu. |