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Brasiliens Geschichte - der Bau der Hauptstadt
21.11.2007 |
© Christian Knepper - Embratur |
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Brasília ist die Hauptstadt dieses riesigen Landes namens Brasilien. Ihrer Einzigartigkeit wegen genießt die Stadt weltweiten Ruf. Brasília ist vor allem aufgrund seines kühnen urbanistischen Entwurfs bekannt, einem Werk von Lúcio Costa. Außerdem gilt die Stadt als ein Open-Air-Museum und ist das Ergebnis zahlreicher architektonischer Werke von Oscar Niemeyer, dem berühmten Stahlbeton-Architekten. Auch zahlreiche weitere Werke verschiedener anderer Künstler, wie etwa dem Landschaftsgestalter Roberto Burle Marx, trugen am äußeren Aspekt der Stadt bei.
Noch während der Kolonialzeit durch die portugiesische Krone war Salvador von 1578 bis 1763 die erste Hauptstadt Brasiliens. Aus politischen Gründen wurde der Regierungssitz weiter südlich in eine andere Küstenstadt verlegt. So wurde Rio de Janeiro zur Hauptstadt erklärt. Dieses Status behielt die Stadt bis nach der Unabhängigkeitserklärung Brasiliens im Jahre 1822.
In den Ursprüngen der schönen und modernen brasilianischen Hauptstadt, die im Jahre 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, steckt jedoch noch viel mehr als nur politisch-administrative Beschlüsse. Im Jahre 1883 berichtete der italienische Salesianer Giovanni Bosco (der später heiliggesprochene Dom Bosco) von einem Traum. Darin sah er ideale Konditionen zur Entstehung eines Sees inmitten einer dürren Landschaft, in der in Kürze nach verborgenen Minen gegraben würde und an deren Stelle zwischen den 15. und 20. Breitengraden eine futuristische und gesegnete Stadt entstehen würde. Zufall oder nicht: Brasília befindet sich inmitten einer dürren Steppenvegetation 15º50’16” südlichen Breiten- und 47º42’48” westlichen Längengrad.
Kurz nach dieser Prophezeiung wurde genau an dieser Stelle Brasiliens der Bundesdistrikt eingerichtet. In diesem Verwaltungsbezirk befindet sich auch die Stadt Brasília. In der ersten Landesverfassung, die im Jahre 1891 von den Republikanern verkündet wurde, wurde eine Fläche von 14.000 km² in der Region Planalto Central abgesteckt. An diesem Ort sollte später die Bundeshauptstadt errichtet werden. Die Diskussion über eine erneute Verlegung des Regierungssitzes lief jedoch sehr sporadisch ab. So wurde das Thema erst von Kubitschek wieder aufgeworfen, der im Jahre 1955 als Präsidentschaftskandidat antrat. Im Falle einer Wahl würde er die Hauptstadt an einen eigenen Bereich verlegen.
Nachdem Kubitschek zum Präsidenten gewählt worden war, gab er im darauffolgenden Jahr die Anweisungen zur Einrichtung eines Stadtbauunternehmens, welches für den Bau der neuen Hauptstadt zuständig sein würde. Außerdem empfiehl er einen Namen für die neue Stadt und erreichte die Verabschiedung des Gesetzes, das die Verlegung der Hauptstadt sicherstellte. In Folge wurde ein öffentliches Ausschreiben des Pilotplans eröffnet. Lúcio Costa gewann die Ausschreibung und lies sich darin vom Kreuzzeichen inspirieren. Im Jahre 1957 wurde der Bau zuerst mit einigen wenigen Bauarbeitern begonnen. Kurze Zeit später beteiligten sich bereits tausende Arbeiter aus allen Teilen Brasiliens am Bau von Brasília. Es waren zugleich die ersten Bewohner der neuen Stadt und gingen mit dem Spitznamen "Candangos" (Bauarbeiter) in die Stadtgeschichte ein. Seit der Einweihung der Hauptstadt werden alle Bewohner von Brasília so bezeichnet.
Quelle: FVA Brsailien / bearbeitet von pairola-media
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