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Die Ausfuhr von Rohstoffen und Agrarprodukten wie Metallen, Erzen, Obst, Wein, Fisch, Holz und Zellulose erbringt noch immer den Großteil der Exporterlöse. Chile ist der größte Kupferexporteur der Welt und fördert auch Zink, Eisenerz, Molybdän, Mangan, Jod und Lithium. Der Außenhandel legte 2003 nach drei Jahren der Stagnation wieder deutlich zu. Die Exportzahlen (ca. 6%) befinden sich seit 2004 wieder auf ähnlichem Niveau wie vor der Südamerikakrise. Obwohl Chile Obst und Gemüse nach Nordamerika und Europa exportiert, ist es nicht völlig autark und muss einige Agrarprodukte importieren. In den letzten 30 Jahren wurde die Industrie ausgebaut und umfasst heute die Stahlindustrie, Öl-, Zement- und Verbrauchsgüterproduktion sowie Schiffbau. Der Dienstleistungssektor entwickelte sich rasch während der vergangenen Jahren, vor allem im Bereich Finanzwesen. 2005 betrug der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 6,2%, des Dienstleistungssektors 47,3% und der verarbeitenden Industrie 46,5%. Die chilenische Wirtschaft mit ihrer hoch entwickelten Industrie und einem modernen Dienstleistungssektor ist eine der leistungsfähigsten in ganz Lateinamerika. Das auf seine Errungenschaften stolze Chile sieht sich gerne - etwa gegenüber Argentinien, Brasilien und Peru - als wirtschaftliches, stabiles und korruptionsfreies Vorzeigeland der Region. Die Reallöhne steigen bei moderater Inflation von 3,2% (Stand: 2005). In zahlreichen Bereichen besteht jedoch Nachholbedarf. Dazu zählen die Rechtsprechung und der soziale Bereich: Mindestlöhne, extreme Ungleichheit zwischen Arm und Reich sowie Zentralismus und Vernachlässigung der Regionen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 8% (Stand: 2005); die Bevölkerung unter der Armutsgrenze hat einen Anteil von ca. 18,2% (Stand: 2005). Kennzeichen der chilenischen Finanz- und Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre sind die Privatisierung staatlicher Betriebe, Diversifizierung der Exprtprodukte, Öffnung der Heimatmärkte und Bekämpfung der Inflation. Der große Anteil der ausländischen Direktinvestitionen fließt vor allem in den Bergbau und in die Infrastruktur.Chile ist Mitglied mehrerer Handels- und Entwicklungsorganisationen, u.a. MERCOSUR, WTO, IWF, APEC und GATT. Ende 2003 hat sich Chile offiziell um die Mitgliedschaft in der OECD beworben. Es bestehen bilaterale Freihandelsabkommen mit Kanada, Mexiko, den USA und Südkorea sowie ein Assoziationsabkommen mit der Europäischen Union.Haupthandelspartner sind die USA, Japan, Argentinien, Brasilien, Mexiko, China, Südkorea, Italien und die Niederlande. |